Das Auge isst bekanntlich mit. Welche Möglichkeiten gibt es beim Brot?
17 November 2020

Das Auge isst bekanntlich mit. Welche Möglichkeiten gibt es beim Brot?

Eines der beliebtesten Grundnahrungsmittel in Deutschland ist das Brot. Morgens wie Abends ist es integraler Bestandteil eines jeden Speiseplans. Die Brotauswahl in Deutschland ist einzigartiger und wichtiger Teil unserer Esskultur. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede – während im Süden eher das geschmacksintensivere Roggenmisch- und Vollkornbrot gefragt ist, liebt der Norden vielmehr die Weizen- und Weizenmischbrote.
Aber was tun, wenn man plötzlich durch Krankheit (z.B. Kau- und Schluckbeschwerden, Schlaganfall)  oder Altersbedingt  kein normales Brot mehr essen kann? Erste Alternative sind heutzutage sog. „TK-Brote“. Sie sind jederzeit griffbereit und mit wenig Aufwand verbunden. Jedoch haben TK Brote einige wesentliche Nachteile: So ist die Auswahl der möglichen Aufstriche begrenzt, da die Brote im gefrorenen Zustand bestrichen werden müssen. Außerdem ist ein Umbetten (von einem Teller auf den anderen) im aufgetauten Zustand quasi nicht mehr möglich und es muss mit dem Löffel oder der Gabel gegessen werden. Darum wird es auch häufig als Löffelbrot bezeichnet. Optisch ist die TK-Ware eine Alternative, jedoch lässt es im Geschmack oftmals nur mit viel Fantasie an ein richtiges Brotvergnügen erinnern.
Doch es gibt bessere Alternativen. Wir sprechen vom „smoothbrot“ (selbsthergestelltes, passiertes Brot). Dieses Brot hat viele Vorteile gegenüber der TK Variante. Das passierte Brot kann man selbst aus dem eigenen Brot herstellen. Wir sprachen mit Matthias Kück, dem Geschäftsführer der biozoon GmbH über das Brot, welches erstmals auf der Altenpflegemesse vorgestellt wurde.
Laut seiner Aussage ist die „smoothbrot Fertigmischung“ das einzige Produkt dieser Art am Markt. Grundvoraussetzung für die Herstellung von selbstgemachtem passiertem Brot ist die Herstellung einer pürierten / passierten Grundmasse, welche aus dem vorhandenen Brot und Wasser besteht. Hierzu bedarf es einer entsprechenden Zerkleinerungstechnik,  z.B. einem Tischkutter der eine stückfreie Zerkleinerung ermöglicht.
Zu der Grundmasse wird dann, unabhängig von der Brotsorte, die entsprechende Menge „smoothbrot Fertigmischung“ gegeben und das ganze anschließend für eine Stunde im Konvektomaten in einer Brotform „gebacken“. Nach dem Auskühlen in der Form kann es geschnitten, bestrichen und den Bewohnern angereicht werden. Dabei ist es so stabil, dass es sowohl mit Messer und Gabel, als auch mit den Fingern gegessen werden kann und dabei zergeht es stückfrei im Mund ohne zu kauen, so Kück.
Die „smoothbrot Fertigmischung“ funktioniert mit jedem Brot und ermöglicht so den betroffenen Bewohnern, das Brot zu genießen, welches Sie kennen und welches Sie am liebsten mögen – ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen.
Das Anreichen vom „smoothbrot“ kann in verschiedenster Form erfolgen. Hier kommt es immer auf die noch vorhandene „Selbstständigkeit“ der Bewohner / des Patienten an. Von selbstständig beschmieren und verzehren bis hin zum Darreichen von kleinen beschmierten Häppchen, die entweder selbst genommen werden, oder angereicht werden. Ein weiterer Pluspunkt bei diesem Brot ist, dass alle stückfreien Aufstriche für das passierte Brot geeignet sind. Von kernlosen, süßen Aufstrichen, bis hin zur streichfähigen Mettwurst oder Käse. Auch selbst kreierte Aufstriche z.B. auf Basis von Frischkäse sind immer eine große Abwechslung für den Bewohner.
biozoon’s Anspruch ist es, mit seinen Produkten den von Kau- und / oder Schluckstörungen betroffenen Menschen Genuss und damit ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.
Zum Abschluss gab uns Herr Kück noch ein Rezept für alle, die es einmal versuchen möchten. Auch für eine persönliche Beratung steht Ihnen das Team von biozoon gerne zur Verfügung.

Rezept

300g grob zerkleinertes Brot* für ca. 1 Stunde in 700g Wasser einweichen
Anschließend die Gesamtmasse ca. 30 Sekunden pürieren (vorzugsweise RobotCoupe Blixer o.ä.)
200g der smoothBrot Mischung unterheben
Die fertige Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (z.B. Königskuchenform ca. 25,5*11,5*7 cm) geben und im Kombidämpfer bei 115°C, 100% Dampf, mit Folie abgedeckt, für ca. 1,5 Stunden aufbacken/dämpfen.
Das fertige Brot in der Form auskühlen lassen, stürzen und servieren
*Für körniges Brot nur bedingt geeignet, da sich die Körner nur schlecht zerkleinern lassen.