Hintergründe

Patienten mit Schluckbeschwerden oder -störungen können keine normalen Flüssigkeiten mehr zu sich nehmen, da ihr Schluckreflex, wenn überhaupt, nur verzögert ausgelöst wird und dadurch die Flüssigkeit u.U. in die Luftröhre gelangt. Falls der Patient dies nicht durch den natürlichen Hustenreiz selber wieder lösen kann, können ernsthafte Komplikationen entstehen. Diese sogenannte „stille Aspiration“ wird durch eine verminderte Sensibilität im Rachenbereich ausgelöst.
Eine Andickung von Flüssigkeiten ist für diese Patienten sehr wichtig, da hierdurch die Fließfähigkeit des Nahrungsmittels oder Getränks beeinflusst und verlangsamt wird. Der Patient erhält dadurch die Möglichkeit, dass er selbst die Flüssigkeit im Mundraum wahrnehmen und den Schluckreflex auslösen kann. Patienten mit Schluckstörungen sollten bei der Nahrungsaufnahme beobachtet werden, sodass Aspirationshinweise nicht übersehen oder erst zu spät realisiert werden können. Dazu gehören u.a. eine verstärkte Verschleimung des Halsnasenohrentraktes ohne direkte Erkältung, Husten und Räuspern vor, während oder nach dem Essen, Kurzatmigkeit oder gehäufte Erkrankungen der Bronchien.